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Biologische Abwasserbehandlung mit der TFR-Technologie

Rieselstrom-Bioreaktor Anlage, UruguayKlicken um Bild zu vergrößern
TFR industrial für industrielle Abwasserbehandlung

TFR steht für das Trickle-Flow-Reactor Prinzip oder auch Rieselstromprinzip. Dieses arbeitet mit einem kleinkörnigen, sehr leichten Trägermaterial, welches innerhalb weniger Tage mit einer hochaktiven und an die jeweiligen Bedingungen adaptierten Mischpopulation umwächst. Die Trägermaterialschüttung befindet sich im Gegensatz zu anderen Verfahren nicht innerhalb eines geschlossenen Wasserkörpers. Somit wird eine ausreichende Sauerstoffversorgung dank der TFR-Technologie mit wenig Aufwand ermöglicht. Dazu wird in Gegenrichtung zu dem kontinuierlich zulaufenden und im Kreislauf von oben über die Schüttung rieselnden Abwasser über einen Ventilator Umgebungsluft mit minimalen Druck zugegeben.

 

Das Trägermaterial ist biologisch, chemisch sowie mechanisch stabil und muss nicht ersetzt werden. Nachwachsende Biomasse wird mit einer vollautomatischen Spülung regelmäßig aus dem System ausgetragen. Die hohe Dichte an Mikroorganismen sowie die optimalen Bedingungen für den Übergang zwischen Biomasse, Wasserschadstoffen und Sauerstoff im Überschuss, bilden die Grundlage für eine sehr hohe und stabile biologische Abbauleistung.

Aufwuchsträger mit BewuchsKlicken um Bild zu vergrößern
Aufwuchsträger mit Bewuchs
Trägermaterial für biologische AbwasserbehandlungKlicken um Bild zu vergrößern
Trägermaterial für biologische Abwasserbehandlung

Ihre Vorteile

  • Hohe biologische Adaption
  • Effektive und energiesparende Belüftung
  • Besonders geringer Platzbedarf
  • Leichte Konstruktion auch auf Zwischendecken möglich
  • Hohe Flexibilität bei Belastungsschwankungen
  • Schnelle Montage
  • Geringer Wartungsaufwand
  • Vollständig automatisierte Prozesssteuerung
  • Kombinierbar mit allen klassischen Verfahren

Anwendungsbereiche

  • Reduktion organischer Belastungen (CSB/BSB5-Abbau)
  • Nitrifikation (Ammonium-Abbau)
  • Teilstrombehandlung
  • Komplettbehandlung zur Direkt- oder Indirekteinleitung
  • Wasseraufbereitung und Mehrfachnutzung
  • Anlagen-Neubau, Erweiterung und Sanierung

Ausgewählte Anwendungsbeispiele für den Einsatz der
TFR-Technologie

 

Aufgabe

Abwassercharakteristik

Ziel

Indirekteinleitung
Vorbehandlung vor Einleitung in Kanalisation  


Industrieabwässer biologisch leicht bis biologisch schwer abbaubar


< 600 mg/l CSB
< 400 mg/l BSB5

Direkteinleitung
Behandlung vor Direkteinleitung in ein Gewässer


Industrie- und kommunale Abwässer
biologisch leicht bis biologisch schwer abbaubar


< 100 mg/l CSB
< 25 mg/l BSB5

Wiederverwendung
Bewässerung (zum Beispiel in ariden Zonen)


Brauchwasser


Gering konzentrierte Abwässer und kommunale Abwässer


Industrieabwässer


< 20 mg/l CSB
< 10 mg/l BSB5

Stickstoffentfernung


Stark ammoniumbelastete Industrieäbwasser


< 2 mg/l NH4-N

Projektbearbeitung

  • Aufnahme der Wasserbilanz
  • Analyse im eigenen Labor
  • Aufwandsabschätzung
  • Versuchsbetrieb vor Ort
  • Verbindliches Angebot
  • Lieferung der kompletten Anlage
  • Service und Wartung
  • Optimierung und Anpassung

Technologisches Prinzip


TFR-Produktfamilie

 

TFR industrial

TFR municipal

TFR mobile

TFR pilot

Merkmale/ Anwendung

  • Unser "Bestseller" der TFR Familie
  • Modulare Konfiguration in verschiedenen Baugrößen
  • Vielfältig konfigurierbar
    und flexibel erweiterbar
  • Speziell entwickelt für kleinere kommunale Abwassermengen
  • Einsetzbar für Siedlungsgebiete, Hotels, Kliniken, Hochhäuser
  • Optimal abgestimmt auf kleine Absetz- und Speichergruben
  • Die flexible Lösung für temporäre Einsatzfälle
  • Komplett vormontiert und getestet ab Werk
  • Eingebaut in Standardcontainer 20” oder 40” (iSo 668)
  • Pilotanlage zum Einsatz beim Kunden
  • Zur vorbemessung, Demonstration oder Leistungsnachweis
  • Einsatzfertig vormontiert auf zwei Europaletten

Maße des Reaktors (Ø x H)

  • Standardgrößen: 3 x 8 m;
    2,5 x 6 m;
    2 x 6 m
  • Sondergrößen auf Anfrage
  • Als Einzelreaktor von 1,4 x 3,5 m bis 3,0 x 8 m
  • In Modul-Bauweise 1,2 x 2,25 m
  • 2,25 x 6 m (20”) bis
    2,25 x 12 m (40”)
  • 0,6 x 2,8 m (Höhe zum Transport = 2,0 m)

Zulauf je
Reaktor

  • 10 – 1.300 m³/d (abhängig von Abwasserparametern)
  • 10 – 400 m³/d
  • 5 – 800 m³/d
  • 5 – 300 l/h

Organ. Belastung je Reaktor

  • 1,2 – 8 kg CSB/m³/d
  • 50 – 2.000 EW
  • 1,2 – 8 kg/m³/d
  • Kundenspezifisch

Platzbedarf
je Reaktor

  • ca. 4 x 4 m
  • ca. 4 x 4 m
  • 2,44 x 2,90 m
  • 2 x (0,8 x 1,2) m